"Torschütze der Spieler mit der Nummer 19: Guido 'Ich will ein Kind von Dir' Burgstaller."
(Schalkes Stadionsprecher Dirk Oberschulte-Beckmann bei der Verkündung des 2:0 gegen Freiburg)
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» Syrische Flüchtlinge bei BW Papenburg 07.11.2015
Integration über den Sport – Hartmut Strehlau bietet dienstags und freitags Training an

Immer mehr Flüchtlinge kommen nach Deutschland und suchen Schutz vor dem Krieg in der Heimat. Hier angekommen, treffen sie auf weitere Hindernisse, wie eine neue Sprache und eine neue Kultur. „Integration“ ist das Wort, das derzeit am häufigsten in diesem Zusammenhang fällt. Dabei ist Integration nirgendwo leichter als beim Sport.
Das meint Hartmut Strehlau, stellvertretender Schriftführer beim SC Blau-Weiß 94 Papenburg und seit diesem Jahr auch Integrations- und Inklusionsbeauftragter. Er hat ein Fußballtraining für Flüchtlinge organisiert. In Wohneinrichtungen und bei Deutschkursen spricht er die Flüchtlinge an und erzählt von seinem Fußballtraining. Zurzeit betreut er 25 Spieler.
Besonders freut es den Papenburger, dass bereits vier einen Spielerpass haben. Zwei kicken in der zweiten Herrenmannschaft und die anderen beiden in der dritten Herrenmannschaft von Blau- Weiß. „Am Anfang war es schwierig, Spielerpässe zu erhalten, aber jetzt ist das kein Problem mehr“, so Strehlau. Er bietet zweimal in der Woche ein Training an – dienstags von 16 bis 18 Uhr und freitags von 15 bis 17 Uhr. Im Training wird Deutsch gesprochen. „Notfalls probieren wir es auch mit Englisch, aber es gab noch keine größeren Verständigungsschwierigkeiten“, sagt Strehlau mit einem Schmunzeln.
Das Team besteht nach seinen Angaben aus 25 Syrern oder syrischen Kurden, lediglich bei einem oder zweien sei zu merken, dass sie früher auch schon Fußball gespielt hätten. „Es ist eine angenehme Arbeit mit den Jungs. Sie sind höflich und vornehm auf dem Platz“, berichtet Strehlau. Integration über den Sport sei der absolut richtige Weg, davon ist er überzeugt.
Aus der Bevölkerung erhalte er ein positives Echo mit Sachspenden wie abgelegter Sportkleidung, Trikots oder Fußballschuhen. Unterstützung komme auch von der Stadt und der Ortsgruppe des Deutschen Roten Kreuzes. „Wir freuen uns, dass die Stadt uns den Sportplatz zur Verfügung gestellt hat, und hoffen jetzt darauf, dass wir für den Winter auch Hallenzeiten bekommen“, hofft Strehlau.
Er und seine Jungs haben sich auch über die finanzielle Unterstützung des Kreissportbunds Emsland (KSB) und der Egidius-Braun-Stiftung sehr gefreut. „Der nächste Schritt ist die Integration der Kinder von Asylbewerbern. Da ist BW Papenburg mit seiner großen Jugendabteilung gefordert. Dies zu leisten geht jedoch nicht ohne Unterstützung von außen“, so Strehlau.
Der KSB stellt für die Anschaffung von Sportmaterialien bis zu 500 Euro zur Verfügung. Weitere Infos erteilt die Geschäftsstelle.


» Quelle: Ems Zeitung, 06.11.2015



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